Behütetes Wohnen

Einen dementen, verwirrten Menschen zu betreuen heißt, mit ihm und seinen Besonderheiten zu leben und seinen Alltag entsprechend zu gestalten. Ziel der ganzheitlichen Betreuung in diesem Wohnbereich ist es, dem dementen Bewohner die Teilnahme am Leben der Wohngemeinschaft sowie am gesellschaftlichen Leben entsprechend seinen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Ressourcen zu ermöglichen.

Durch die gelebte Haltung aller Mitarbeiter in der Betreuung und im Umgang insbesondere an demenzerkrankten Bewohnern tragen wir zur Erhaltung der Lebensqualität jedes Bewohners bei. Wir nehmen uns der Bewohner mit ihrer Individualität an, und gestalten unsere Arbeit so, dass der Bewohner sich bei uns "wie zu Hause" fühlen kann.

Die Maßnahmen und Ziele der stimulierenden aktivierenden und ganzheitlichen Pflege stehen dabei für uns im Vordergrund aller pflegerischen Bemühungen. Somit streben alle Mitarbeiter eine möglichst hohe Autonomie und damit Lebensqualität für den einzelnen dementen Bewohner an.

Liegt eine somatische Pflegebedürftigkeit vor, orientieren wir uns am Pflegemodell von Monika Krohwinkel. Ebenso wird die Anlehnung an das psychobiographische Modell nach Prof. Erwin Böhm angestrebt, um die früheren Kompetenzen der an Demenz erkrankten Menschen zu berücksichtigen. Dabei richtet sich unsere individuelle pflegerische Betreuung und Versorgung zum einen nach den AEDL’s nach Krohwinkel und zum zweiten ist sie angelehnt an die Pflegeprozessstruktur (Informationssammlung, erkennen von Problemen und Ressourcen, Festlegung der Pflege- und Betreuungsziele, Planung der Maßnahmen, Durchführung, Beurteilung der Wirkung der Maßnahmen für den Bewohner) und an die Pflegestandards die in unserem Qualitätshandbuch festgelegt sind.

Schwerpunkt unserer ganzheitlichen Betreuung dementer Bewohner ist die Stimulierung der Sinne. Über diesen Weg verschaffen wir uns Zugang zum Bewohner, der seine kognitiven Fähigkeiten verloren hat, und eröffnen uns so seinen jetzigen Lebensraum.